Was ist eigentlich Blutdruck

Blutdruck – was ist das eigentlich?

Durch das Herz werden mit jedem Schlag der linken Herzkammer ungefähr 60 bis 90 ml Blut in die Aorta ausgestoßen. Das führt zu einem plötzlichen Druckanstieg, der sich auch als Puls fühlen lässt. Der Puls ist der also Anstoß der Blutwelle an die Gefäßwand. Der normale Wert beträgt hier circa 60-80 Schläge/min.

Der Blutdruck ist die Kraft, mit der der Blutstrom gegen die Arterienwände drückt. Der arterielle Druck ändert sich im Verlauf des Herzzyklus ständig.
Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte gemessen. Der höhere Wert gibt den Blutdruck bei der Kontraktion des Herzens, also wenn der Herzmuskel sich zusammenzieht, damit das Blut in die Aorta ausgestoßen werden kann. Das bedeutet, es wird gemessen, bis zu welcher Höhe der Druck bei jeder Herzkontraktion ansteigt.Der höchste Druckwert heißt systolischer Blutdruck. Der niedrigere Wert wird bei der Entspannung des Herzmuskels, der Relaxation gemessen.
Das bedeutet, es wird gemessen, bis zu welchem Wert der Druck bei jeder Relaxation abfällt. Der niedrigste Wert wird als diastolischer Wert bezeichnet.
Um den Blutdruckzustand eines Patienten beurteilen zu können, benötigt der Arzt beide Werte.

- Normale Werte bei Kindern bis 10 Jahre 90/60 mmHg
- Normale Werte bei Erwachsenen 120/80 bis 140/90 mmHg

- niedriger Blutdruck (Hypotonie) unter 105/60
- erhöhter Blutdruck (Grenzwerthypertonie) 140/90 bis 160/95 mmHg.

mms-mini Beachten Sie auch hierzu unsere Infomationsvideos


Wieso ist Bluthochdruck so gefährlich?

Von einem hohen Blutdruck (Hypertonie) spricht man bei einem Wert der über 160/95 mmHg liegt.

Bluthochdruck entsteht zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung oder Aufregung. Ist die Anspannung wieder vorbei, sollte er sich normalerweise auch wieder absenken.
Ist dies nicht der Fall, leidet man unter einem zu hohen Blutdruck, auch Hypertonie genannt. Manche Menschen soga, ohne es zunächst zu wissen, denn ein hoher Blutdruck macht sich am Anfang nicht durch, zum Beispiel Schmerzen, bemerkbar. Ist der Blutdruck allerdings dauerhaft zu hoch, können Kopfschmerzen, Schwindel, Rötungen der Gesichtshaut oder Ohrensausen auftreten. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Atemnot, Krampfanfällen, Bewusstseinseintrübungen oder Koma kommen. Ein zu hoher Blutdruck ist also sehr ernst zu nehmen, denn auf Dauer werden die Arterien geschädigt. Bei einem sehr hohen Blutdruck wird auch das Herz und die Gefäße geschädigt. Die Gefäßwand ist normalerweise flexibel, bei einem zu hohen Blutdruck wird sie starrer und es kommt zu einer Gefäßwandverkalkung. Eine weitere Folge, die durch den zu hohen Blutdruck entsteht, ist die Gefäßverhärtung und – verengung.

Aufgrund dieser Folgen werden auf Dauer das Gehirn, das Herz, die Nieren und auch die Augen geschädigt.

Menschen die langfristig einem zu hohen Blutdruck leiden, haben ein sehr hohes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Sollten Sie einen Verdacht auf Bluthochdruck hegen, wäre ein Besuch bei Ihrem Arzt also dringend ratsam.


Was kann ich selbst gegen Bluthochdruck tun?

1. Bewegung

Mäßige, vor allem aber regelmäßige Bewegung hat einen ausgesprochen positiven Einfluss auf die Höhe des Blutdrucks.  Aber auch viele weitere Erkrankungen wie überhöhte Blutfettwerte oder Diabetes werden durch körperliche Aktivitäten kontrollierbar. Haben Sie bisher wenig bis keinen Sport betrieben, sollten Sie aber unbedingt bedacht und langsam mit einem Aufbauprogramm beginnen.

Schrittzähler und Pulsuhren gelten hier als unterstützende Motivation und bieten Ihnen eine ideale Kontrollmöglichkeit.


Beginnen Sie mit zügigem Gehen, dass Sie im Laufe der Zeit zu einem „Marsch“ steigern. Achten Sie hierbei bewusst auf Ihre Atmung und messen Sie Ihren Puls regelmäßig.

Beispiel :

Messen Sie zunächst Ihren Ruhepuls vor Beginn des Gehens. Nach 5 Minuten langsamen Gehen, erhöhen Sie leicht Ihre Geschwindigkeit.
Diese Geschwindigkeit behalten sie dann 5 Minuten bei. Nach 5 Minuten zügigem Gehen , laufen Sie langsam 5 Minuten weiter. Empfehlenswert wäre es nun die 5 Minuten des Mittelteil Ihres Aufbauprogrammes wöchentlich um 2 Minuten zu erhöhen. Nach circa 8 Wochen sollten Sie dauerhaft 20-30 Minuten zügig gehen oder „marschieren“.  Messen Sie danach wieder Ihren Puls. Nach der Bewegung sollte Ihr Puls nicht mehr als um 50% - 75% angestiegen sein.

2. Ernährung

Einen weiteren wichtigen Beitrag Ihren Bluthochdruck zu senken, kann ein entsprechende Ernährungsumstellung leisten. Hierbei ist es wichtig sich der sehr belastenden Genussgifte, wie Alkohol und Nikotin zu entwöhnen.  Denken Sie über eine gesündere Lebensweise nach, nicht über Diäten. Versuchen Sie sich langsam umzustellen. Empfehlenswert sind Mahlzeiten mit hohem Gemüse- oder Fischanteil. Fettarme Milchprodukte und Mehlwaren aus dunklem Mehl.
Vielleicht haben Sie die Möglichkeit mehrmals am Tag mehrere kleine gesunde Mahlzeiten zu sich zu nehmen, anstelle einer großen, üppigen Mahlzeit.
Ein wichtiger Faktor, Ihren Blutdruck zu senken, wäre es, die Verwendung von Kochsalz massiv zu reduzieren. Verwenden Sie anstelle von Salz lieber frische Kräuter oder Gewürze.

3. Medikamente

Überschreitet Ihr Blutdruck dauerhaft einen Wert von 140/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) ist es möglich, dass Ihr Arzt Ihnen blutdrucksenkende Medikamente verschreiben muss. Auf alle Fälle muss er dies tun, wenn Sie zusätzlich unter Übergewicht leiden oder rauchen. Beides stark Herz und Kreislauf belastende Faktoren. Bedenken Sie, dass der hohe Blutdruck Ihre Gefäße bereits geschädugt haben kann. Um einen beschränkten Regenerationsprozess in Gang zu setzten und weitere Schädigungen zu vermeiden, müssen Sie Ihre Medikamente regelmäßig einnehmen. Da sich der Köper an den zu hohen Blutdruck gewöhnt hat, wird es Ihnen anfangs schlechter gehen. Halten Sie durch. Schildern Sie aber Ihr Unbehagen Ihrem Arzt, vor allem , wenn es länger anhält. Es kann sein, dass Sie die Medikamente nicht vertragen und das Präparat wechseln müssen.

Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand und beginnen Sie gleichzeitig mit mäßigem Sport und Ernährungsumstellung. Messen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck!


Warum ist es oft besser den Blutdruck zu Hause zu messen?


Auch die leichte Aufregung durch einen bevorstehenden Arztbesuch kann die Messwerte negativ beeinflussen. Ihr Blutdruck wird sich unweigerlich erhöhen.
Weitere Faktoren, wie körperliche Anstrengung, Angst, aber auch die Tageszeit verändern ebenfalls Ihre Werte und machen eine exakte Diagnose unmöglich.
Messen Sie Ihren Blutdruck also besser zu Hause. Messen Sie in gewohnter Umgebung und völlig entspannt. Die heutigen vollautomatischen Blutdruckmessgeräte machen dies möglich.

 

rechts-3